José Andrea Almeida

Wohnort: Paraty/Brasilien

                                              

Gallery Activities:

03.11.2016 – 08.01.2017 – Dor e Liberdade- Leid und Freiheit – Regensburg/Cafe 190° Rehorik

Vita:

José Andrea Almeida wurde 1953 in Botofago, einem Stadtteil von Rio de Janeiro in Brasilien geboren. Er lebte lange Jahre nahe der berühmten Copacabana und studierte an der „Superior School of Industrial Design“. Nach Beendigung seines Studiums bevorzugte er jedoch im Bereich Marketing als Art Director und als Illustrator in der Werbebranche zu arbeiten. 1989 eröffnete er in Paraty ein kleines Geschäft, wo er nebenbei T-Shirts mit seinen Zeichnungen produzierte und verkaufte. Um seinem Laden näher zu sein, wechselte er schließlich im Jahr 1997 ganz nach Paraty. José Andrea lebte schon eine Weile an diesem schönen Künstler Ort, bis er schließlich die Aquarelltechnik für sich entdeckte. Es war jedoch auch eine Liebe auf den ersten Blick, wie er selbst sagt. Seither lässt ihn diese Art der Malerei nicht mehr los. Ständig bildet er sich weiter, um seine Technik zu verfeinern. Folglich eröffnete er dann 2007 in der Altstadt von Paraty das „Atelier José Andrea“, wo er seither arbeitet und seine Aquarelle weltweit, meist an Touristen, verkauft. In seinen Malereien befasst er sich hauptsächlich mit dem Schicksal der aus Afrika deportierten Sklaven und seiner neuen Heimat Paraty. Es ist bereits das dritte Mal, dass er nach Europa kommt um hier seine Aquarelle auszustellen. Neben Toulouse Castelnaudry und Samatan in Frankreich zeigt er in 2016 seine Werke erstmals auch in Regensburg. Erwähnenswert ist auch noch seine künstlerische Tätigkeit als Musiker. Seit mehr als zehn Jahren spielt er in den Bars und Restaurants seiner Heimat Kontrabass.

Die Aquarelle von José Andrea:

Ich mag unsere Geschichte, sie ist leidend und chaotisch. Ein Land, das ein Geburtsdatum hat und zu Brasilien wurde, aber in Realität den knapp 5 Millionen Indigenen gehörte, die das Gebiet zu dem Zeitpunkt bevölkerten, als das Militär der portugiesischen Krone unter Pedro Cabral dort eintraf. Unvermeidlich haben wir uns in dieses fröhliche, konfuse und politisch verhängnisvolle Volk verwandelt, jedoch mit einem gewissen Charme. Oft zeichne ich das kolonialen Brasilien mit seiner wunderschönen aber unglücklicherweise verwüsteten Architektur.

Um ein Ambiente des 19. Jahrhunderts aufleben zu lassen, stelle ich in meinen Aquarellen Gestalten, Gebäude und Szenen des alltäglichen Lebens dieser Epochen dar. Mein französischer Meister Debret warmir diesbezüglich ein brilliantes Vorbild.